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Brandschutzunterweisung

Spricht man Verantwortliche auf das Thema Brandgefahren und Brandschutzunterweisung an, wird meist mit rollenden Augen abgewiegelt:

Bei uns hat es noch nie gebrannt! Und wir tun ja auch einiges dafür das es erst gar nicht so weit kommt! Zumal es doch auch äußerst unwahrscheinlich ist, dass es gerade bei uns brennt…

Hinter dieser Schutzbehauptung wird sich in den meisten Fällen versteckt um die lästige Brandschutzunterweisung zu vermeiden. Wie ein Kind das hofft wenn es die Augen verschließt, von der Bedrohung nicht gesehen zu werden!

Jedoch hat das Oberverwaltungsgericht Münster in seinem Urteil 10A 363/86 am 11.12.1987 wie folgt geurteilt:

Es entspricht der Lebenserfahrung, dass mit der Entstehung eines Brandes praktisch jederzeit gerechnet werden muss. Der Umstand, dass in vielen Gebäuden jahrzehntelang kein Brand ausbricht, beweist nicht, dass keine Gefahr besteht, sondern stellt für die Betroffenen einen Glücksfall dar, mit dessen Ende jederzeit gerechnet werden muss.“

Wenn es wirklich einmal darauf ankommt war die Brandschutzunterweisung wohl doch kein lästiger Luxus für Sie.

Schon klar denken Sie jetzt verständlicherweise: „Die wollen doch nur Ihre Unterweisungen verkaufen…“

Betriebliche Unterweisung

Alles nur ein Schreckensszenario?

Leider nein. So lange der Mensch das Feuer zu Nutzen weiß, so lange kennt er auch die Kehrseite der wärmenden Medaille. Ein kleiner Funken, der von der Feuerstelle auf das Strohdach der Hütte überschlug konnte die Lebensgrundlage aller im Dorf vernichten.

Vorkehrungen wurden getroffen wie nun zu verfahren ist. Natürlich gab es keine Brandschutzunterweisungen. Jemand aus der Gemeinschaft wurde eingeteilt der zumindest den Schlaf der Menschen vor Feuer überwachte. Im Mittelalter betraten Nachtwächter das Stadtbild. Sie sollten Menschen und Tiere vor Bränden und allgemeinen Gefahren beschützen.

In den Haushalten waren Eimer bereit zu halten. Erkannte der Nachtwächter  Feuerschein in der Stadt, blies er in sein Horn oder läutete eine Glocke zur allgemeinen Warnung. Nur wenn ein Brand schnellstens erkannt wurde, konnte er wirkungsvoll gelöscht werden… Jeder musste mit seinem Behältnis zu Hilfe eilen. Jetzt blieb natürlich niemand gemütlich in seinem Bett liegen. Eine echte Chance den Brand einzudämmen hatten die Menschen des Mittelalters nur, wenn sie verdammt schnell waren! Mittels Eimerketten musste jeder mit anpacken.

Aber, wenn man so darüber nachdenkt haben sich die grundlegenden Gegebenheiten gar nicht so sehr verändert!

Natürlich leben wir nicht mehr unter Strohdächern, überall hängen Feuerlöscher und statt dem Nachtwächter passen elektronische Brandmeldeanlagen auf uns auf. Viele Menschen haben eine betriebliche Brandschutzunterweisung bekommen.

Trotzdem ist es immer noch entscheidend das ein Entstehungsbrand möglichst im Keim erstickt wird oder aufgrund umsichtigen Handelns gar nicht erst entsteht.

DGUV Information zu Brandschutz, Brandschutzhelfer und Brandschutzunterweisung

Brandschutzunterweisung in der Kita

Ein Beispiel zu dem häufig vorhandenen Interessenkonflikt ob Brandschutzunterweisungen, zu allem Regulierungswust, auch noch notwenig sind, findet man sehr ausgeprägt in einer Kita.

Hier kämpfen die Verantwortlichen und Erzieher/innen ganz extrem mit einer Flut von Vorschriften: Im Kita-Alltag stehen Erzieher/innen permanent vor der Herausforderung, den verschiedenen Bedürfnissen aller Gesetzesvorlagen gerecht zu werden.

Immer weniger Personal. Noch dazu unterbezahlt, lässt die Arbeitsverhältnisse in Kindergärten grundsätzlich schwieriger werden. Die Erziehung und Betreuung der Jüngsten steht gefühlt gar nicht mehr im Mittelpunkt der Erzieher/innen. Es wird sowieso schon nur noch das mindeste auf den Lebensweg mitgegeben. Zu oft sogar im Bewusstsein, dass die Kleinen schon im Elternhaus nicht einmal mehr Basics des menschlichen Zusammenseins und der Umwelt vermittelt bekommen.

Zahlreich vorhandene Vorschriften und Bestimmungen bringen die Beschäftigen der Kitas sowieso schon arg in Zugzwang! Nachfolgend nur ein Ausschnitt an weiteren Vorschriften, zusätzlich zu den Brandschutzunterweisungen in Kitas:

  • Klettern in der Kita und Schulen
  • Wahrnehmungs- und Bewegungsförderung in der Kita
  • Wassergewöhnung in Kindertageseinrichtungen
  • Mit Kleinen im Wald
  • Inklusion in Tageseinrichtungen – Grundlegende Hinweise
  • Handbuch zur Ersten Hilfe in Bildungs- und Betreuungseinrichtungen
  • Tipps, die Leben retten! – Sichere Kleidung
  • Leitfaden zur Ermittlung der Anzahl der Sicherheitsbeauftragten im öffentlichen Dienst
  • Gefährdungsbeurteilung für Kindertageseinrichtungen – Handlungshilfe (PIN 62)
  • Gesundheit am Arbeitsplatz Kita (PIN 55)
  • S 07 Lärmprävention in Kitas
  • Außenspielflächen und Spielplatzgeräte
  • Tipps, die Leben retten!
  • Sicher und gesund von klein auf. Gesetzlicher Unfallversicherungsschutz in Tageseinrichtungen und in der ­Tagespflege

Und sicher viele mehr, welche wir als Dozenten für Brandschutzunterweisungen in Kitas überhaupt nicht kennen.

Brandschutz im Kindergarten

Die Vorteile der heutigen Zeit

Heute können auf Grund fundierter Brandschutzunterweisungen Brände besser unter Kontrolle bringen oder sie gar nicht erst entstehen lassen… Auch dank der Brandschutz-Vorschrift: „Brandschutzunterweisung Kita“, wurden viele Unfälle von vorne herein verhindert. Oder das Feuer konnte schon ansatzweise, rechtzeitig im Keim erstickt werden.

Von höchster Bedeutung im Kindergarten ist schnelles, besonnenes und gezieltes Handeln bei einem tatsächlichen Brandausbruch. Vor allem Kinder neigen in Gefahrensituationen zu unkontrollierbaren Angstreaktionen, die sehr lähmend sein können.

In allen Situationen, die besonders angstauslösend sind, folgen sie dem Reflex, sich zu verstecken statt vor der Gefahr wegzulaufen. Dies kann im Brandfall tödliche Folgen haben. Das Verkriechen erschwert den Feuerwehrleuten die Suche nach ihnen erheblich. Es ist fundamental wichtig, entsprechende Verhaltensweisen zu Flucht und Rettung im Kindergarten ernsthaft mit den Kleinen schon vorab, außerhalb einer gesetzlichen Brandschutzunterweisung zu üben.

Die Brandschutzschulung ist eine sicherheitsrelevante Maßnahme im Kindergarten!  Sprechen Sie uns an. Wir beraten Sie gerne in Ihrer Einrichtung. Als fünffache Familienväter wissen wir um die Belange eines Kindergartens zum Thema Brandschutz…

Allgemeine Aufgaben und Verhaltensgrundsätze bei Unfällen während Ihrer eigenen, betrieblichen Brandschutzunterweisung

Bewahren Sie Ruhe! Handeln Sie Umsichtig!

  1. Setzen Sie einen sofortigen Notruf unter der Nummer 112 ab!
  2. Unfallstelle sichern, die laufende Unterweisung umgehend einstellen!
  3. Verletzte oder gefährdete Mitarbeiter aus dem Gefahrenbereich retten, unter Berücksichtigung der Eigensicherung!
  4. Leisten Sie Erste-Hilfe!
  5. Die Verantwortliche, übungsleitende Person der betrieblichen Brandschutzunterweisung im Unternehmen, hat für einen fachgerechten Transport ins Krankenhaus oder zu einem Arzt/Durchgangsarzt zu sorgen (Bei schweren Verletzungen den Rettungsdienst 112 rufen. Bei leichteren Verletzungen kann ein eigener Transport organisiert werden).
  6. Grundsätzlich muss jegliche Verletzung im Betrieb dokumentiert werden (auch vermeintlich unwichtige)
  7. Ein Unfall auf dem Weg von, oder zu einer Mitarbeiter Unterweisung im Brandschutz, ist als Wege- bzw. Arbeitsunfall zu behandeln
  8. Schwere oder gar tödliche Ereignisse müssen der Polizei und dem zuständigen gesetzlichen Unfallversicherungsträger (Unfallkasse oder Berufsgenossenschaft, DGUV) ohne schuldhaftes Zögern, unverzüglich gemeldet werden!
  9. Abschließend sind alle Vorfälle oder Unfälle, mit mehr als drei Tagen Arbeitsunfähigkeit während einer Brandschutzunterweisung, mittels ausgefüllter Unfallanzeige anzuzeigen!
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